Sakura Ukishima (Rezept)

Ukishima ist ein leichter, gedämpfter Kuchen aus Koshi-an, süßer, glatter Bohnenpaste, Eiern und Mehl. Der Name Ukishima bedeutet so viel wie “schwimennde Insel”, diese Süßigkeit ist nicht allzu kompliziert in der Herstellung und deswegen auch für Anfänger gut geeignet. Ukishima ist ein traditonelles Wagashi und wird bei einer Teezeremonie serviert, je nach der Jahreszeit kann man das Aussehen und den Geschmack anpassen. Da es Frühling ist, habe ich Sakura-an verwendet, das besteht aus hellem Anko und salzig eingelegten Kirschblüten, die untere Schicht ist aus Koshi-an. Außerdem sind noch einge süß schwarze Sojabohnen enthalten(Kuro Mame ama-ni), eine Alternative wäre Amanattō(kandiere Bohnen), beides ist aber nicht unbedingt notwendig.

Was mich immer wieder an Orignal Bildern von Ukishima interesserte, wa die sehr delikate Textur, die ich sehen konnte. Ich denke, nach einigen versuchen ist es mir tatsächlich gelungen, diese zu erreichen, ich habe einiges an dem Original Rezept geändert. Ich verwende mehr Mehl, und außerdem Hefepulver(bzw. Trockenhefe). In Japan gibt es ein spezielles “Backpulver” für gedämpfte Süßigkeiten, dieses wird “Isupata” genannt. Ich wollte es schon bestellen, aber durch einen unerklärlichen “Geistesblitz” habe ich erkannt, dass Isupata Hefepulver recht ähnlich ist(der Name sagt es eigentlich auch schon isupata= yeast powder in Englisch).

Sakura Ukishima Rezept

Sakura Ukishima

5 von 1 Bewertung
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 35 Min.
Gericht Kleinigkeit, Nachspeise
Land & Region Japanisch
Portionen 1 Portion
Kalorien 276 kcal

Zutaten
  

  • 200 g sakura-an
  • 2 Bio Eier
  • 20 g Zucker für die Eigelbe
  • 40 g Zucker für das Eiweiß
  • 30 g Jōshinko Reismehl
  • 30 g Hakurikiko Weizenmehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • 0.25 TL Trockenhefe
  • 2 EL Mandelöl

Anleitungen
 

  • Für die untere Schicht habe ich Koshi-an(süße rote Bohnenpaste) verwendet, davon aber nur die Hälfte der angegeben Menge(also 100g Koshi-an, 1 Ei usw.)
    Sakura-an, das ist weiße Bohnenpaste(Shiro-an) mit salzig eingelegten Kirschblättern(sakura-ha) und Blüten(sakura-no-hana), die Blätter sind besser geeignet, da sie aromatischer und weniger salzig sind.
    Werkzeuge: ein Nagashikan, mit Backpapier ausgelegt oder eine andere rechteckige Form, und ein großer Mushiki Dampftopf.
  • Zuerst die Eier trennen, die Eigelbe mit 20g Zucker cremig und hell aufschlagen. Bohnenpaste untermischen.  Reis- und Weizenmehl mit Backpulver und Trockenhefe vermischen, in die Bohnenpaste-Ei-Mischung sieben, unterheben.
  • Das Eiweiß mit 40g Zucker steif aufschlagen(den Zucker nach und nach zufügen), dann zuerst 1/3 des steif geschlagenen Eiweißes unter die Bohnenpaste Mischung vorsichtig unterheben, nachdem alles gut vermischt ist, das restliche Eiweiß zufügen.
  • Den Teig in den vorbereiteten Nagashikan geben, möchte man 2 Schichten herstellen, zuerst die dunklere Schicht, mit einem Löffel “Hügel” formen und eventuell paar süße Sojabohnen drauf verteilen.
  • In den vorbereiteten Dampftopf geben(das Wasser soll bereits kochen und ordentlich Dampf vorhanden sein), und für 15 Minuten beim angelehnten Deckel dämpfen. Erst dann den Dampftopf verschließen und nochmals für 20-25 Minuten dämpfen. Den Topfdeckel bitte mit einem Geschirrtuch umwickeln, damit kein Kondenswasser rein tropft.
  • Die Süßigkeiten vollständig abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und vorsichtig das Backpapier abziehen.
  • In Scheiben schneiden, ich habe noch ein wenig Sakura Muster mit einem heißen Brandeisen angebracht. Sakura Ukishima sollte unbedingt mit japanischen Tee serviert werden. Die Süßigkeit schmeckt am nächsten Tag fast noch besser, sollte nur in Folie eingewickelt aufbewahrt werden, damit sie nicht austrocknet.
    Sakura Ukishima

Notizen

Noch eine kleine Anmerkung zu den Eiern: wie ich schon öfters erwähnt habe, verwende ich nur Bio Eier von einem renommierten Bio-Hof in meiner Nähe. Das ist das Eizige in meiner Erhährung, was nicht vegan ist. Ich verwende sie nur für solche besonderen Rezepte, der Grund ist folgender: ich habe wirklich viele schöne japanische Wagashi Bücher(mehr als 10) und Backbücher, für die ich auch einges ausgegeben habe, und möchte schon einige der Rezepte ausprobieren. Ich glaube nämlich nicht, dass es großartig Sinn macht, Wagashi Rezepte zu veganisieren, so groß ist das Interesse an diesen Süßigkeiten nun wirklich nicht. Außerdem wäre dies mit sehr viel Arbeit verbunden, und ganz erhlich, auch mit Kosten. Beim Veganisieren kann so viel schiefgehen, und da ich viele der Zutaten selbst herstellen(oder für teures Geld bestellen) muss, ist es mir einfach das “Risiko” nicht wert. Hinzu kommt noch, eigetnlich möchte ich die traditonellen japanischen Rezepte nicht zu stark verändern, das finde ich irgendwie nicht “richtig”.
Keyword Sakura Ukishima

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